O wohl trüb ist die Zeit, wo der frostige Gast,
Wo mit knöchernem Arme das Alter uns faßt,
Und die feurige Lust, die noch jüngst uns beseelt,
Wie ein Märchen uns deucht, das am Herd man erzählt.
Doch der Wein bringet wieder,
Was zu rasch uns entfloh,
Bringt Erinnrung und Lieder –
Altes Herz, altes Herz, und was glühest du so!
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Ich weiß nicht, säuselt’ in den Bäumen
Des Frühlings Zauberlied zu Nacht?
Aus unerklärlich holden Träumen
Bin früh und frisch ich heut erwacht.
Der Morgen weht mit goldner Schwinge
Mir um die Stirn den kühlen Schein;
Noch möcht’ ich rasten, doch ich singe,
Mein Herz ist wie der Himmel rein.
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Sei getrost! Sei getrost und ob die Stunden
Rascher Jugend dir verweht!
Hast du doch in dir gefunden,
Was unalternd fortbesteht:
Kannst du ringend doch gestalten,
Was der Geist dir reichlich gibt,
Kannst im Lied die Liebe halten –
Selig ist, wer schafft und liebte
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