Lied des Mädchens.
Laß schlafen mich und träumen!
Was hab’ ich zu versäumen
In dieser Einsamkeit!
Der Reif bedeckt den Garten,
Mein Dasein ist ein Warten
Auf Liebe nur und Lenzeszeit.
Laß schlafen mich und träumen!
Was hab’ ich zu versäumen
In dieser Einsamkeit!
Der Reif bedeckt den Garten,
Mein Dasein ist ein Warten
Auf Liebe nur und Lenzeszeit.
Wie kühl der Felsen dunkelt
Hernieder in den Rhein!
Kein Strahl der Sonne funkelt
Im grünen Wasserschein.
Es kommt im Windesweben
Ein Gruß der Märchenzeit –
Wie fern von hier das Leben!
Die Welt wie weit von hier, wie weit!
Nun rauscht im Morgenwinde sacht
So Busch als Waldrevier!
So rauscht meine Sehnsucht Tag und Nacht,
Rauscht immerdar nach dir.